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Tag der Bauphysik Universität Stuttgart

Am Montag, den 25. Februar 2008 fand in der Universität Stuttgart zum vierten Mal der Tag der Bauphysik statt.
An diesem Tag sollen die Schüler, aus den Neigungs- und Profilkursen im Fach Physik, einen Einblick in die bauphysikalische Lehre an einer Universität, aber auch in die wissenschaftliche Forschung bekommen, sowie die Berufsfelder der Bauingenieure, Architekten und Umwelttechnikern kennen lernen.

Um 9:30 Uhr startete der Tag der Bauphysik mit der Begrüßung durch Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Phys. Klaus Sedlbauer, Inhaber des Lehrstuhls für Bauphysik der Universität Stuttgart und Leiter des Fraunhofer Instituts für Bauphysik.
Er sprach zunächst über die Bedeutung der Bauphysik, die Zukunftschancen der Bauingenieure, sowie über das Fraunhoferinstitut, welches später besichtigt wurde.
Die Aufgabe der Bauingenieure besteht darin, leistungsfähige und nutzerfreundliche Bauwerke nach dem neuesten Stand der Bautechnik zu erstellen, die den Anforderungen der Bauherren entsprechen und umweltverträglich sind.
Somit wird versucht schon im Voraus ökonomische und ökologische Nachteile zu vermeiden und den vehementen Nachwirkungen der Fehlentwürfe vorzubeugen.
Des weiteren wurde bekannt gegeben, dass die Universität Stuttgart die meisten Forschungsmittel erhält und bestens ins industrielle Umfeld eingebunden ist. (Partnerfirmen sind unter anderem Züblin, Bosch, Porsche,...)

Beim Uni Ranking liegt die Universität Stuttgart somit auf Platz 1!

Auch das sollte ein Grund für die Studienplatzwahl sein. Danach wurden wir über verschiedene Bereiche der Bauphysik aufgeklärt. Bauingenieure kümmern sich um Verkehrssysteme, Verkehrssicherheit, Lärmreduktion und den Verkehrsfluss. Somit spielt die Bauprozessplanung, das Management und die Logistik eine entscheidende Rolle. Ein weiterer Bereich ist die Modellierung und Simulation, wozu die Baudynamik gehört. Hierzu wurde uns, anhand eines Computersimulationsprogramms, die Eigendynamik einer Brücke und deren Einsturz bei starkem Sturm vorgeführt.

In den weiteren Vorträgen von diversen Ingenieuren wurden die verschiedenen Bereiche der Bauphysik anhand konkreter Beispiele vorgestellt. Dazu gehörte die Schulsanierung des Gymnasiums in Miesbach. Dieses Projekt stellte Dr.-Ing. Andreas Holm vor, der selbst dort zur Schule ging. Sein Ziel ist es, optimale Lehr- und Lernbedingungen zu schaffen und gleichzeitig Energie einzusparen.

Wie zahlreiche Studien gezeigt haben, wird die Leistungsbereitschaft von vielen Faktoren beeinflusst. Darunter zählen auch die Bereiche der Akustik (störende Geräusche), der Luftqualität (schlecht gelüftete Räume), sowie der Beleuchtung. Gerade diese Bereiche sind in Schulen oft verbesserungswürdig. Das allgemeine Wohlbefinden der Schüler soll verbessert werden und somit auch deren Leistungen.

In den weiteren Vorträgen ging es um optimales Lüften, Schimmelpilzvermeidung, Lärmdämmung und Energienutzung. Vor allem im Wohngebäudebereich ist eine Energieeffizienzsteigerung notwendig. Auf diesem Gebiet wurde bereits viel erreicht.
Angefangen wurde mit dem Solarhaus, welches mittlerweile von den sogenannten 3-Liter-Häusern abgelöst wurde, wie uns Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Phys. Klaus Sedlbauer berichtete.
Eine künftige Herausforderung für die Bauingenieure wird das Plusenergiehaus.
Natürlich spielt auch die Wärmedämmung eine große Rolle. Durch sinnvolles Heizen wird nicht nur Energie gespart, sondern auch die hygienischen Wohnverhältnisse gesichert und zudem durch ausreichendes Lüften Schimmel vorgebeugt.

All diese Themen, die uns täglich betreffen fallen in den Bereich der Bauphysik.

Dr.-Ing. MA Heide Schuster hielt einen Vortrag über das Licht, dessen Wirkungen und Bedeutungen. Dipl.-Ing. Michael Leistner informierte uns über die Schulakustik. Zum Schluss gab Justyna Siwik noch einige Tipps zum Energiesparen.

Nach der Mittagspause wurde der Onlinestudiengang der Universität Stuttgart ausgezeichnet, welcher ein zeit- und ortsunabhängiges Studium ermöglicht.

Nach der Verabschiedung von Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Phys. Klaus Sedlbauer ging es mit der Führung im Fraunhoferinstitut weiter. Dieses befasst sich unter anderem mit Forschungen und Entwicklungen auf dem Gebiet der Bauphysik. Hierzu gehört sowohl der Schallschutz von Gebäuden, die Optimierung der Akustik, die Energieeinsparung und Lichttechnik, als auch der Gesundheitsschutz und die Hygiene. An verschiedenen Stationen wurden uns dann diese Bereiche vorgestellt und erläutert.

Um 16:00 Uhr endete der Tag der Bauphysik an der Universität Stuttgart.

Anna Koch

Weitere Informationen bei Herrn Walker oder www.tagderbauphysik.uni-stuttgart.de .