Sozialraumerkundung

Die Sozialraumerkundung in Klasse 9

Wir führen am FSG eine Sozialraumerkundung für alle Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 durch. Viele Schülerinnen und Schüler heben in den zurückliegenden Jahren bereits wertvolle Erfahrungen gesammelt, viele soziale Einrichtungen aus dem Fellbacher Umfeld haben sich dankenswerterweise schon für unser Projekt geöffnet.

Intention

  • Sozialkompetenz zu erwerben gilt als wichtige Aufgabe schulischen Lehrens und Lernens. Ein wichtiger Baustein im Erwerb sozialer Kompetenz ist - neben der Information - das Sammeln und Reflektieren eigener Erfahrungen. Diese Erfahrungen machen die Schülerinnen und Schüler vor Ort in sozialen Einrichtungen aller Art.
  • Dort begegnen sie Menschen, die, aus welchen Gründen auch immer, auf die Hilfe anderer angewiesen sind.
  • Sie begegnen Menschen, die sich diese Hilfe zur Aufgabe gemacht haben.
  • Durch die praktische Mithilfe in einfachen Diensten lernen die Jugendlichen Hemmungen und Berührungsängste abzubauen,
  • Sie sammeln Erfahrungen, die sie später reflektieren und dokumentieren.

Organisatorischer Rahmen

Das Sozialpraktikum in der Klasse 9 ist dem Fach Ethik bzw. Religion zugeordnet. Deshalb werden den beiden Fächern im 9. Schuljahr drei Stunden pro Woche zugeteilt, zwei Stunden für den Fachunterricht und eine Poolstunde für die Sozialraumerkundung. Die Sozialraumerkundung gliedert sich in drei Phasen:

Zentral ist dabei die zweite Phase, in der die Jugendlichen durch praktische Mitarbeit in einer sozialen Einrichtung eigene Erfahrungen sammeln. Die Jugendlichen sollen in dieser praktischen Phase 15 volle Stunden in der sozialen Einrichtung mitarbeiten; diese Arbeitszeit liegt außerhalb der Unterrichtszeit. Die Schüler und Schülerinnen können mit ihrer Einrichtung ausmachen, wann sie ihr Praktikum ableisten, z. B. als Block in den Ferien, an Wochenenden oder an mehreren Nachmittagen.

Dieser praktischen Erprobung geht eine intensive Vorbereitungsphase im Klassenverband voraus.

In einer dritten Phase werden die gesammelten Erfahrungen ausgewertet.

Bereits die Suche nach einer geeigneten, dem persönlichen Interesse entsprechende Stelle, gehört zu der Sozialraumerkundung. Diese Suche soll möglichst eigenständig geschehen. Geeignet sind alle Einrichtungen, die eine Begegnung mit Menschen ermöglichen, die in irgendeiner Weise besonders auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Die Einrichtung sollte den Jugendlichen die Möglichkeit bieten, in kleineren Diensten selbst mitzuarbeiten. In den vergangenen Jahren haben vielfältige Einrichtungen gute Möglichkeiten für eine Sozialraumerkundung im oben beschriebenen Sinne angeboten: Kinderheime, Altenheime, Pflegeheime, Kindergärten mit besonderen Hilfsangeboten, Behinderteneinrichtungen, Sozialstationen, Tafelläden, ambulante Dienste...

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