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Es war einmal... |
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Das Friedrich-Schiller-Gymnasium Fellbach wurde 1942 mitten im Zweiten Weltkrieg gegründet, zu einer Zeit, in der Stuttgart immer mehr im Bombenhagel versank. Deutschland war, wie Churchill sagte, "ein Haus ohne Dach" und die Stuttgarter Schüler wurden aufs Land in Heimschulen evakuiert. Fellbach, erst 1933 zur Stadt erhoben, war noch sehr ländlich strukturiert, deshalb glaubte man vor Bombenangriffen sicherer zu sein als in Stuttgart. Die neuen Fellbacher Erstklässler für die Oberschule sollten daher vor Ort in einer eigenen Klasse zusammengezogen werden. Als Lehrer wurden verschiedene, meist ältere Mitglieder des Lehrkörpers der Cannstatter Oberschule abgeordnet. So entstand die Fellbacher Oberschule als Ableger der Cannstatter Oberschule. Untergebracht wurde die neue Oberschule im Betsaal der Hahnschen pietistischen Gemeinschaft. Um eine zweite Klasse aufnehmen zu können, teilte man im nächsten Schuljahr den Betsaal der Länge nach in zwei Teile. Schon ein halbes Jahr später – am 1. März 1944 – wurde der Betsaal durch einen Bombenangriff völlig zerstört. Der größte Teil der Schüler konnte daraufhin in der heute abgerissenen Lutherschule neben der Lutherkirche unterkommen. Im neuen Schuljahr 1944/45 fielen immer mehr Stunden wegen Bombenalarms aus und ab 1945 kam der Unterricht praktisch ganz zum Erliegen. Erst im Herbst 1945 begann in der Lutherschule unter großen Schwierigkeiten wieder der Unterricht. Die Klassen waren wegen Lehrermangels
riesengroß, es gab nahezu keine Schreibmaterialien und die alten Schulbücher mit der Ideologie des Nationalsozialismus konnten selbstverständlich
nicht weiter verwendet werden. Erst mit dem Umzug in die eigens dafür erweiterte und ausgebaute Silchervolksschule im Jahre 1947 wurde die
Lage für die nun wieder Gymnasiasten genannten Oberschüler besser. Es gab jetzt auch erste Schreib- und Unterrichtsmaterialien und
allmählich sogar neue Schulbücher. Die wirtschaftlich expandierende Stadt Fellbach plante deshalb den Bau eines eigenen, modernen Gymnasiums. Mit dem Bau wurde 1956 begonnen und am 12. Oktober 1957, zum Auftakt des Fellbacher Herbstes, wurde das neue Gymnasium feierlich eingeweiht.
Es erhielt den Namen Friedrich-Schiller-Gymnasium. Ausschlaggebend war dafür neben allem Lokalpatriotischen sicher auch, dass im Jahr 1955
mit großem Aufwand das Schillerjahr (150. Todestag) gefeiert worden war. Auf Grund der folgenden geburtenstarken Jahrgänge und der dadurch bedingten Zunahme der Schülerzahl platzte die Schule bald wieder "aus allen Nähten".
Sie war mittlerweile die größte Schule im ganzen Regierungsbezirk. Neben dem naturwissenschaftlichen und sprachlichen Profil verleiht besonders das musische Profil (Musik als Hauptfach) der Schule eine besondere
Atmosphäre. Mit dem Bau einer technisch hochwertig ausgestatteten Aula konnte die Schule ihr umfangreiches kulturelles Angebot mit zahlreichen
Musikaufführungen, Vernissagen, Diskussionen und Vortragsreihen noch einmal deutlich erweitern. Nun auch baulich bestens gerüstet kann das FSG mit Zuversicht den neuen Herausforderungen an das Gymnasium der Zukunft begegnen. |